Auslöser, Symptome und Therapie von Trichomoniasis

Als Trichomonaden-Infektion oder Trichomoniasis bezeichnet man eine Krankheit, welche bei sexuellem Kontakt übertragen wird. Dabei tritt eine Entzündung der Harnwege und Geschlechtsorgane auf. Jedoch bemerkt lediglich jeder dritte Patient Symptome. Die Erkrankung kommt bei Frauen öfter vor im Gegensatz zu Männern. Die Trichomoniasis gehört zu den Geschlechtskrankheiten, die am häufigsten auftreten und auf der gesamten Welt vorkommt. Nach Angabe der Weltgesundheitsorganisation infizieren sich jährlich weltweit etwa 448 Millionen Menschen mit Trichomonaden.

Ursachen

Der Erreger Trichomonas vaginalis ist Auslöser der Trichomoniasis. Bei den Frauen tritt der Einzeller insbesondere in der Vagina auf, während er bei den Männern in den Harnwegen oder der Prostata zu finden ist. Daher wird dieser Parasit von den Ärzten unterdessen ebenso Trichomonas urogenitalis genannt. Gewisse Subtypen wie Trichomonas tenax und Trichomonas hominis treten ebenso im Mund und im Darm auf. Erkrankungen werden von diesen allerdings keineswegs verursacht. Die Geißeltierchen können außerhalb des Körpers nicht lange überleben. Die Übertragung der Parasiten findet während des Geschlechtsverkehrs durch den direkten Kontakt der Schleimhäute statt. Die Zeitspanne zwischen Infekt und Ausbruch der ersten Beschwerden liegt zwischen fünf und 28 Tagen.

Symptome

In vielen Fällen ruft ein Infekt mit Trichomonaden keine Symptome hervor. Nur bei 30 Prozent der Betroffenen kommt es zum Ausbruch der Beschwerden. Diese machen sich bei Männern und Frauen unterschiedlich bemerkbar. Bei den Frauen kommt es zu einer Entzündung der Vagina, welche mit Juckreiz, häufigem Harndrang und Brennen beim Wasserlassen einhergeht. Ein anderes klassisches Merkmal ist ein aus der Vagina austretender schaumiger grün-gelblicher Ausfluss. Dieser weist einen üblen Geruch auf, der mit einem verdorbenen Fisch vergleichbar ist. Bei den Männern hingegen sind die Beschwerden viel geringer ausgeprägt. So werden oft leichte Reizungen an der Mündung von der Harnröhre und ein Brennen bei der Ejakulation oder Wasserlassen verspürt. Es ist auch ein leichter Ausfluss möglich. Viele Männer bemerken allerdings nichts von dem Infekt und übertragen die Erreger, ohne dass sie es wissen.

Diagnose

Wenn der Verdacht auf diese Geschlechtskrankheit besteht, ist es wichtig, dass man einen Venerologen oder Urologen aufsucht. Diese Ärzte sind auf das Diagnostizieren von Trichomonaden-Infekten spezialisiert. Frauen haben ebenso die Möglichkeit, ihren Gynäkologen zu konsultieren. Die Diagnose der Trichomoniasis erfolgt durch das Entnehmen eines Abstriches aus der Harnröhre oder der Vagina. Diesen Abstrich untersucht man im Anschluss unter einem Mikroskop. Liegt ein akuter Infekt mit Trichomonaden vor, können diese an deren zappelnden Bewegungen erkannt werden. Jedoch ist der Erregernachweis schwieriger, wenn der Infekt bereits länger andauert. In derartigen Fällen wird eine spezielle Kultur in einem Labor angelegt.

Behandlung

Das Behandeln der Trichomoniasis findet durch das Verabreichen von antibiotischen Arzneimitteln statt. Es ist möglich, dass die Frauen diese Präparate als Zäpfchen zu sich nehmen. Die Antibiotika-Therapie dauert ungefähr zwischen fünf und sechs Tage. In der Schwangerschaft ist es besser, dass eine lokale Behandlung mit einem antimykotischen Medikament stattfindet. Ganz wichtig ist, dass ebenso der Partner von der erkrankten Person mitbehandelt wird, auch wenn er keineswegs unter diesen Beschwerden leidet. Zudem empfiehlt es sich während der Behandlung auf sexuelle Kontakte zu verzichten. Als vorbeugende Maßnahme gegen einen Trichomonaden-Infekt wird zur Anwendung von Kondomen geraten.

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